🕯️ Kaiya Ren – Innerer Monolog: „Wärme, die nicht zwingen will“
🕯️ Kaiya Ren – Innerer Monolog: „Wärme, die nicht zwingen will“
> Sie war gegangen.
Wie immer.
Sie hatte den Weg durch die Wurzelfalte gewählt –
still, abgewandt,
ohne Blick zurück.
Nicht aus Arroganz.
Aus Selbstschutz.
Und doch:
Noch Stunden später,
während sie ihren Mantel rollte,
den Dolch säuberte,
die Karte nicht ansah –
war der Dampf noch da.
Nicht sichtbar.
Aber gegenwärtig.
Der Tee war nichts Besonderes gewesen.
Keine Droge.
Kein Trank der Klarheit.
Aber:
Er hatte nicht gezwungen.
Er hatte gewartet.
Wie die Blicke.
Wie der Raum.
Wie Miko.
Kaiya hatte getrunken.
Nicht, weil sie sich öffnen wollte.
Sondern weil
sie nicht allein trinken musste.
Sie hatte nichts gesagt.
Aber für einen Moment –
ganz kurz –
hatte sie den Griff an Mugen losgelassen.
Nur einen Finger.
Aber das reichte.
Und jetzt –
jetzt, wo der Schatten wieder fester wurde,
wo die Mission auf sie wartete,
wo keine Stimmen mehr da waren –
war der Dampf immer noch da.
> „Vielleicht bleibt das in mir.
Nicht die Wärme.
Sondern die Tatsache,
dass jemand sie nicht eingefordert hat.“










Kommentare
Kommentar veröffentlichen