📜 Szene: „Der Riss, den niemand benennt“
📜 Szene: „Der Riss, den niemand benennt“
Ort: Shin’yami – Nebelatrium
Subjekt: Miko
Beobachter:innen: Takeda, Shiori, Ayame, Tomoya
Miko trat durch den Schleier.
Nicht wie jemand, der heimkehrt –
sondern wie jemand, der nicht wusste, ob das Heim sie noch erkannte.
Sie sagte nichts.
Doch der Nebel um sie zog sich langsamer zurück als sonst.
Takeda blickte auf.
Nicht fragend.
Nur... registrierend.
Dann:
Die Maske.
Ein Riss.
Nicht groß.
Aber unübersehbar.
Quer durch das linke Auge –
wie eine Linie, die nicht von außen kam.
Ayame trat einen halben Schritt näher.
Nicht aus Sorge –
aus Gewohnheit.
„Du wurdest verletzt.“
Miko hob den Kopf.
Ein winziges Nicken.
Oder war es nur eine Bewegung der Glocke auf ihrer Stirn?
„Nicht durch Klinge.“
Shiori trat aus dem Schatten.
Sie betrachtete die Maske.
Dann wandte sie sich ab.
„Manche Brüche klingen lauter als sie splittern.“
Tomoya sah nichts.
Aber er hörte.
Ein Ton im Frequenzbereich 7.14 –
nur messbar, nicht hörbar.
Doch seine Augen weiteten sich.
„Sie hat etwas mitgebracht.“
Takeda trat nicht näher.
Aber sein Griff um den Schwertgriff entspannte sich.
„Kein Feind?“
Miko:
„Kein Gegner. Kein Freund. Kein Jetzt.“
Sie ging.
Der Nebel wich.
Aber langsam.
Die anderen blieben.
Kein Kommentar.
Kein Blickwechsel.
Nur Ahnung.
Dass etwas gesehen wurde,
und dass man es nicht benennen sollte.
Denn in Shin’yami weiß man:
Wenn Miko einen Riss trägt –
dann wurde nicht sie geöffnet.
Sondern ein anderer Ort... geschlossen.











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